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Katzenleukose auf dem Vormarsch ?



Die noch vor 5 Jahren in unserer Region seltene Katzenseuche “Leukose”, eine durch das Feline Leukosevirus (FeLV) ausgelöste Erkrankung mit Folgen wie Immunschwäche, Tumorbildung etc. scheint sich unter den freilaufenden Katzenpopulationen weiter auszubreiten.

Diese Erkenntniss deckt sich mit den Beobachtungen der Tierschutzvereine, die ihre Findlinge routinemäßig auf Katzenleukose und KatzenAIDS testen lassen. (Artikel im Osterholzer Kreisblatt vom 21.01.2008).

Nicht alle im Tierschutz aktiven Vereine führen derartige Tests routinemäßig durch!


Fragen Sie vor der Aufnahme eines Findlings in ihren Haushalt unbedingt nach dem Ergebnis eines Testes auf Katzenleukose- und KatzenAIDS.

Sollten die von ihnen aufgenommenen Katzen kein negatives Testergebnis vorweisen können, so besteht eine nicht unerhebliche Infektionsgefahr.



Die Ausbreitung der Katzenleukose gefährdet besonders jüngere freilaufende Katzen unter 8 Jahren, die Kontakt zu anderen Katzen haben.

Die deutsche Impfkommission empfiehlt daher in Endemiegebieten eine jährliche Leukoseimpfung um nicht infizierte Tiere vor einer Ansteckung zu schützen.


Pressemitteilung des Tierschutzvereines OHZ / Osterholzer Kreisblatt 21.08.2008:

Der Tierschutzverein OHZ e.V. informiert: Vermehrt Fälle von Katzenleukose im Landkreis Osterholz bekannt geworden

Eine Impfung gegen die heimtückische Virusinfektion kann Katzen wirksam schützen. Sie ist daher insbesondere für Katzen mit Freigang, bei denen ein Kontakt zu infizierten Artgenossen nicht auszuschließen ist, sinnvoll.

Jede Katze, die beim Tierschutzverein OHZ aufgenommen wird, wird im Rahmen der tierärztlichen Eingangsuntersuchung routinemäßig auf das Vorliegen einer Infektion mit dem Leukosevirus (Felines Leukämievirus = FeLV) oder dem Immunschwächevirus FIV (Erreger des sog. Katzen-AIDS) untersucht. In den vergangenen Monaten wurden dabei gehäuft Leukoseinfektionen festgestellt.

Die Mitglieder des Tierschutzvereins OHZ sind hierüber ausgesprochen besorgt, besteht damit doch der begründete Verdacht, dass die gefürchtete Leukose sich auch im Landkreis Osterholz „auf dem Vormarsch befindet“.

Die weltweit verbreitete Leukose zählt heute zu den Haupttodesursachen in Katzenpopulation. Es handelt sich um eine Infektion mit sehr unterschiedlichem, oft schleichendem Verlauf. Sie kann lange unerkannt bleiben. Oft erst nach Jahren äußert sie sich durch chronische Erkrankung und Tumorbildung. Infizierte Katzen, die das Virus ausscheiden, sind – auch wenn sie noch nicht erkennbar erkrankt sind – eine ständige Quelle für Neuansteckungen.

Das Leukosevirus wird über alle Körperflüssigkeiten ausgeschieden. Es wird daher hauptsächlich über den Speichel, das Nasensekret und den Kot weiterverbreitet. Bricht die Krankheit aus, wird durch Unterdrückung der körpereigenen Abwehr auch anderen Infektionen Tür und Tor geöffnet. Medizinische Hilfe ist dann kaum noch möglich.

Ausgewachsene Tiere mit einem stabilen Immunsystem werden in der Regel bei kurzem Erregerkontakt mit dem Virus fertig, ohne dass die Infektion vom Besitzer bemerkt wird.

Einer erhöhten Gefährdung unterliegen jedoch Jungtiere unter drei Jahren, deren Immunsystem noch zu schwach ist, chronisch kranke, geschwächte oder alte Tiere sowie gesunde Tiere, die ständig Viruskontakt haben.

Schließlich tragen unkastrierte Kater und Katzen ein erhöhtes Risiko, sich mit dem Erreger der Leukose (oder auch des Katzen-AIDS) zu infizieren, weil ihre Wege während des Freigangs weiter sind und sie häufigeren und intensiveren Kontakt zu Artgenossen haben.

Der Tierschutzverein OHZ empfiehlt daher allen Katzenhaltern, die Möglichkeit einer Leukoseimpfung mit ihrem Tierarzt zu erörtern. Die zusätzlichen Kosten in Höhe von ca. 20,00 € pro Impfung stehen außer Verhältnis zu dem, in unserer Region offensichtlich stark ansteigenden Risiko einer potenziell tödlichen Erkrankung mit hohen Behandlungskosten und dem mit der Infektion verbundenen Leiden für das Tier.

Die Mitglieder des Tierschutzvereins OHZ weisen darüber hinaus noch einmal eindringlich auf die Notwendigkeit der Kastration hin. Ivonne Berner, beim Tierschutzverein OHZ verantwortlich für die Aufnahme und Vermittlung der Katzen: „Dass Katzen mit Freigang zur Vermeidung unerwünschten Nachwuchses kastriert sein sollten, ist verantwortungsbewussten Katzenhaltern bekannt. Am Beispiel der zunehmenden Infektionsgefahren zeigt sich aber, dass die Kastration außerdem ein wichtiger Beitrag zum Schutz der Katzen vor lebensbedrohlichen Infektionen ist“.